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Review Die Container Station

Erste Schritte mit der Container Station

Schlagworte:
  1. Bladekiller
    Was ist überhaupt die Container Station.

    Die Container Station gehört zur Gruppe der Visualisierung-Apps. Am bekanntesten wird die Visualisierung-Umgebung VM-Ware sein.
    auf der QNAP gibt es neben der Visualitization Station nun auch neu die Container Station.
    Einfach gesprochen liegt der Unterschied zwischen der Visualitization Station und der Container Station darin, dass bei der Visualitization Station eine komplette Maschine und bei der Container Station letztendlich nur ein Teil virtualisiert wird.

    Wesentliche Vorteile sind die kleineren Pakete und die geringere Hardware-Nutzung.

    Wie komme ich nun dazu Containerstation zu testen?

    Nun, ich betreibe auf meiner TS251 mit 8GB Arbeitsspeicher schon seit längerer Zeit den einen oder anderen virtualisiert Server. Nebenbei läuft auch ein QPKG mit Zarafa auf dieser NAS.

    Zarafa läuft bei mir im Haus als produktives System zur Verwaltung unseres zentralen Familienkalenders auf zehn Clients (Android und Outlook).

    Mit der Umstellung auf dem QTS4.2.0 hat man von einer MySQL Datenbank auf eine MariaDB umgestellt. Damit läuft aber das betagte Zarafa-QPKG nicht mehr. Erst neuere Zarafa Versionen sind mit der Maria-DB kompatibel - aber Zarafa wird als QPKG leider vom Enwickler nich mehr weiter gepflegt. Die Folge aus dieser Inkompatibilität ist das nicht Updaten meiner eigenen TS251.

    Leider funktioniert die Container Station erst ab der QTS4.2.0.
    Ich stecke daher in einer Zwickmühle.

    Auf der Roadshow in Hamburg habe ich dann gesehen, dass es für die Container Station ein Docker-Paket mit Zarafa gibt.

    Also sprach ich einen Mitarbeiter von QNAP an, ob es wohl die Möglichkeit gäbe, die Container Station zu verproben.
    Allerdings stellte es sich als schwierig heraus, die vorhandenen Testmaschinen von QNAP, welche bereits online verfügbar sind, mit der Virtualisierung zu testen, da letztlich alle möglichen Ports auch weitergeleitet werden müssten.

    Gestern kam dann mit der Post ein Paket von QNAP mit einer TS251+ 8GB
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    Erfreulicherweise musste ich noch nicht einmal meine eigene Festplatte verwenden und das System neu aufsetzen, sondern konnte direkt loslegen. QNAP hat nämlich bereits zwei WD-RED zum Testen mitgeliefert.

    Also die NAS in meinen Zoo integriert, gestartet und die QTS geöffnet.
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    Die Container Station gestartet,...
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    nach dem Aussuchen des Speicherortes für die Container kann die Container Station auch schon gestartet werden.
    Hier empfiehlt es sich allerdings, für den Produktiv-Betrieb, nicht den Public-Ordner zu benutzen, sondern sich dafür eine eigene Freigabe anzulegen. Beim Test kann ich darauf aber verzichten.
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    In der Übersicht finden sich natürlich noch keine Container. Die müssen erst noch erzeugt werden.[​IMG]

    Die Container, die in der Community bzw. im "Store" liegen, werden erst dann angezeigt, wenn ein Suchbegriff, wie in meinem Fall Zarafa, eingegeben wird. Danach kann der Container installiert werden.

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    Ich belasse es zunächst bei den Standardeinstellungen.

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    Der Container wird dann im Hintergrund installiert.

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    In der Übersicht findet sich nun der installierte Container. Um weiter auf ihn zugreifen zu können, klickt man einen der folgenden Links.

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    Der Zarafa-Server selbst ist zwar gestartet, aber ich kann leider nicht auf ihn zugreifen.

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    Ich gehe davon aus, dass dieses Problem im DOCKER Container begraben liegt. Hier werde ich mir also einmal über die SSR Konsole Zugriff auf den Container verschaffen müssen, um die Probleme des APACHE zu beheben.

    An einer Stelle war ich nicht ganz ehrlich zu euch. Ich habe nämlich bereits auf einer TS231+ mit der Container Station gespielt. Allerdings quittiert mir die TS231+ den Start des Zarafa-Containers mit einem für mich unverständlichen Fehler. Ich würde das mal auf den deutlich kleineren Arbeitsspeicher zurück.
    Hier einmal die Fehlermeldung beim Installieren und Starten des Zarafa Containers auf meiner kleineren TS231+
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    So, nun ist erst einmal Schluss,... morgen ist auch noch ein Tag.

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    Update vom 04.06.2016

    Es hat nun ein wenig länger gedauert hier weiter zu berichten, aber es brauchte etwas Zeit weiterzukommen.

    Leider harmonieren die Docker Container nicht wirklich gut mit der Containerstation.

    Hier im Beispiel:
    Ich gehe davon aus, dass wenn ich mir ein Docker Container speziell für Zarafa herunterlade, diese Links in der Containerstation, die ich nicht selber angelegt habe sondern bereits bei der Installation des Containers mitgegeben wurde,auch auf die Zarafa Installation zeigen.
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    Dem ist leider nicht so. Eigentlich benötige ich folgenden Link

    https://192.168.173.131:32768/webaccess/ um auf die Weboberfläche von Zarafa zukommen. Dies bekommst du aber erst heraus, wenn du die Datei
    /etc/apache2/sites-available/zarafa-webaccess.conf

    Code:
    Alias /webaccess /usr/share/zarafa-webaccess
    
    <Directory /usr/share/zarafa-webaccess/>
    DirectoryIndex index.php
    Options -Indexes +FollowSymLinks
    AllowOverride Options
    <IfModule !mod_authz_core.c>
    Order allow,deny
    Allow from all
    </IfModule>
    <IfModule............
    anschaust.

    Der Webaccess klappt also.
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    Nun stecke ich ein weiteres Mal fest, denn ich muss jetzt erst einmal mit Usern füllen, denn ich kann mich nicht anmelden.

    Bevor ich das tue, möchte ich gerne noch auf einige sehr unangenehme Unzulänglichkeiten der Containerstation hinweisen.

    Erstens: In der Shell, sowohl die in der Container Station integrierten, als auch in der daraus startbaren, funktioniert die rechte Maustaste nicht. D.h. ich kann hier nicht wie z. B. in PUTTY mit COPY & PASTE arbeiten. Auch das windowsinterne COPY & PASTE funktioniert nicht.
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    Auch ist das Benutzen des Zeichens "@" nicht möglich. Damit kann ich auch händisch in Zarafa keinen Account anlegen. Dazu muss ich nämlich eine E-Mail-Adresse angeben.

    Leider funktioniert, warum auch immer, der Zugriff via Putty nicht. das mag an den internen SSH-Einstellungen liegen. Ich kann mich zwar anmelden, aber just in diesem Moment fliege ich auch schon wieder raus.

    Zweitens: Sofern Ports des Containers nach außen weitergegeben werden und die Vergabe des zweiten Portes automatisch geschieht, kann es passieren, dass beim Neustart des Containers (ein zweiter Containers ist installiert) nicht die gleichen Ports vergeben werden. Mann muss also jedes Mal nachschauen, ob die Ports noch passen.

    Drittens: Ein nachträgliches Bearbeiten der Einstellungen des Containers ist bei mir weder im aktuellen Firefox noch im Internet Explorer möglich. Ich kann die Felder nicht editieren.
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    Letztlich müsste ich den Container neu installieren. Das ist ein absolutes Nogo.

    Fazit bis hierher:

    Die Container Station ist vom Grunde her eine gute Idee. Leider funktioniert das Zusammenspiel zwischen den Containern und der Implementation in der QNAP noch nicht optimal. Ein einfaches, wie auf der Roadshow suggeriertes, Einspielen neuer Funktionalitäten ist nicht möglich. Hierzu benötigt der Anwender gute Kenntnisse in Linux und in der Einrichtung der Container. Zugegeben: das ist nicht Aufgabe von QNAP, aber in der Kombination zwischen Containerstation und dem Container selbst muss es noch reibungsfreier funktionieren.
    Hier ist das Einspielen eines "QPKG" deutlich einfacher, wenngleich auch nicht so sicher wie die Implementation eines Containers oder gänzlich einer eigenen virtuellen Maschine.
    Für mich kommt die Container-Station alleine schon wegen der nicht nachträglich möglichen Editierbarkeit der Einstellungen zur Zeit nicht in Frage.

    (BK)
    Tobias und Qnaper gefällt das.