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QCD-Review Western Digital RED 8TB NAS-HDD WD80EFZX - Im "Testlabor"

Dieses Thema im Forum "Interner Festplattenspeicher" wurde erstellt von GorillaBD, 8. April 2016.

  1. GorillaBD

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    Ein Jahr hat es gedauert, bis wir nach der Seagate Archive 8TB nun auch von Western Digital eine bezahlbare HDD der 8TB-Klasse zu kaufen bekommen. Die HDD arbeitet nach dem PMR-Verfahren und ist heliumgefüllt. In der RED-Variante ist sie speziell für den Betrieb in "kleinen" NAS konzipiert.

    Wir dürfen davon ausgehen, dass diese HDD von den NAS-Herstellern, also auch QNAP, in Kürze als kompatibel eingestuft werden, daher habe ich mir mal eine besorgt und mit meinen üblichen Standardmethoden "getestet".

    Am Anfang steht bei mir immer, dass neue HDDs am Win-PC den vollständigen HDTunePro Testparcours durchlaufen müssen. Dazu wird die HDD in einen internen 5,25-Zoll Quickport in meinem PC-Towergehäuse eingelegt, der direkt mit einem SATA III AHCI - Anschluss des Mainboards verbunden ist.

    Hier die Ergebnisse:

    RAW-Lesetest
    07-April-2016 WD80EFZX RAW read 1.png

    RAW-Schreibtest
    07-April-2016 WD80EFZX RAW write 1.png

    RAW-Oberflächenscan, Schnellmodus
    07-April-2016 WD80EFZX RAW scan.png

    RAW-Zugriffstest, Lesen
    07-April-2016 WD80EFZX RA read 1.png

    RAW-Zugriffstest, Schreiben
    07-April-2016 WD80EFZX RA write 1.png

    RAW-Extrateste, Lesen
    07-April-2016 WD80EFZX ETR cache.png

    RAW-Extrateste, Schreiben
    07-April-2016 WD80EFZX ETW cache.png

    NTFS-Filebenchmark
    07-April-2016 WD80EFZX FB 1.png


    Hiernach erfolgten reale Belastungsteste, es wurden etwa 200GB an grösseren Videodateien in zwei Paketen auf die HDD geschrieben und wieder gelesen. Gegenplatte im PC ist eine Seagate ST3000DM001. Auf der Partition dieser Gegenplatte kann mit 180-200MB/sec geschrieben und gelesen werden.

    Schreiben:
    20160407214454.jpg

    Lesen:
    20160408082607.jpg

    Anschliessend erneut der Filebenchmark...
    07-April-2016 WD80EFZX FB 3.png

    und nach etwa 10min. Leerlauf abschliessend das Anschauen der SMART-Werte:
    07-April-2016 WD80EFZX RA heath 2.png


    NACHTRAG vom 16.04.2016:
    Mit dieser HDD gab es vorübergehend ein scheinbares Kompatibilitätsproblem zu meinem Sharkoon USB3-Quickport. Dies ist nun gelöst, die WD80EFZX war daran völlig unschuldig.

    Hier nun nachgereicht der Kurztest im Quickport:

    RAW-Lesetest (USB3)
    16-April-2016 WD80EFZX RAW read quickport2.png

    RAW-Schreibtest (USB3)
    16-April-2016 WD80EFZX RAW write quickport2.png

    Schreiben:
    20160416152102.jpg

    Lesen:
    20160416152535.jpg


    Testfazit:
    Das vorliegende Exemplar erscheint mir augenscheinlich in Ordnung und ist "reif" für den Verbau in der NAS.
    Während der Zugriffsteste keine ungesund klingenden Geräusche.

    Der RAW-Schreib/Lesetest liefert Ergebnisse der Spitzenklasse für eine HDD der 5400/5900rpm-Klasse und lässt diese Platte ebenfalls in der Liga mit der derzeit schnellsten (gemessen an diesem Benchmark) mechanischen HDD, der Seagate ST3000DM001, die aber eine 7200rpm-Platte ist, mitspielen. Hinter meinen Messwerten der Seagate Archive 8TB bleibt sie jedoch etwas zurück.

    Das doch recht zackigen RAW-Schreib- und Lese-"Gebirge" lassen mit deutlichen Schwankungen in der Schreibleistung rechnen. Diese fanden sich so aber im realen NTFS-Belastungstest, in dem während der Übertragung von grossen Dateien (4-25GB) die Übertragungsleistung zwischen 165-175 MB/sec pendelte, nicht wieder.

    Das konsistente Ergebnis des NTFS-Filebenchmarks spiegelte sich so auch im realen Belastungstest wider.
    Insgesamt ein ausgezeichnetes Verhalten im Realbetrieb. Nachtrag vom 16.04.2016: Auch im Sharkoon USB3-Quickport liefert die HDD hervorragend ab.

    Wichtig für den NAS-Betrieb ist mir das Kopfparkverhalten, die SMART-Werte nach Abschluss des PC-Testes zeigen klar, dass bei dieser HDD nicht mit einem LCC-Problem zu rechnen ist.

    Von der Geräuschkulisse würde ich diese Platte im "Mittelfeld" einordnen. Das Motorengeräusch ist sehr leise und ohne schleifendes Nebenräusch. Die Kopfgeräusche sind jedoch, wenn auch "angenehm dumpf" klingend, deutlich vernehmbar. Mit der nahezu unhörbaren WD30EFRX kann sich die Platte nicht messen, liegt imho auch noch etwas über der schon nicht mehr leisen WD60EFRX. Jedoch wesentlich leiser als die Seagate Archive und auch ohne deren Vibrationen, die diese beim damaligen Test auf mein PC-Gehäuse übertragen hat.


    Bericht zum Verhalten in meinen NASsen folgt in Kürze im zweiten Beitrag.

    GLG GBD
     
  2. GorillaBD

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    Nun zum Betrieb in verschiedenen NASsen:

    TS-419P+, FW 4.2.0 B20160311
    Platte in freien Schacht 4 eingesetzt, NAS gestartet. HDD wird nach Hochfahren einwandfrei erkannt.
    SMART-Schnelltest läuft einwandfrei durch.
    Platte lässt sich als Einzeldisk formatieren, der Formatierungsvorgang dauert 4:35 (!) Minuten.
    Übertragungstest (SMB):
    File/Grösse: 6GB .iso / 6GB .mkv / 22GB .mkv / 58GB Videoordner
    Schreiben 1: 52 / 51 / 51 / 52 MB/sec (Webadministration im Browser geöffnet)
    Schreiben 2: 58 / 59 / 58 / 58 MB/sec (Webinterface nicht aktiv)
    Lesen 1: 91 / 86 / 90 / 92 MB/sec (Webadministration im Browser geöffnet)
    Lesen 2: 93 / 94 / 97 / 98 MB/sec (Webinterface nicht aktiv)
    Sehr gutes Ergebnis. Der Unterschied der Übertragungsleistung Webinterface in Betrieb/nicht in Betrieb ist NAS-bedingt, nicht plattenbedingt.


    TS-119PII, FW 4.2.0 B20160311
    Platte eingesetzt, NAS gestartet. HDD wird nach Hochfahren einwandfrei erkannt.
    Konfiguration als System-Einzeldisk, der eigentliche Formatierungsvorgang dabei dauert 20:57 Minuten.
    SMART-Schnelltest läuft einwandfrei durch.
    Übertragungstest (SMB):
    File/Grösse: 6GB .iso / 6GB .mkv / 22GB .mkv / 58GB Videoordner
    Schreiben: 57 / 58 / 57 / 57 MB/sec (Webinterface nicht aktiv)
    Lesen: 100 / 99 / 99 / 97 MB/sec (Webinterface nicht aktiv)
    Sehr gutes Ergebnis. Den Unterschied der Übertragungsleistung Webinterface in Betrieb/nicht in Betrieb habe ich für das 22GB-file mitgetestet: 55/94 MB/sec Lesen/Schreiben.
    Die TS-119PII kann ihren stärkeren Prozessor bei dieser Firmwareversion ggü. der TS-419p+ kaum ausreizen, kämpft aber weniger mit Leistungsverlust bei geöffnetem Webinterface. Dies ist eine Randbeobachtung und von der HDD höchstvermutlich unabhängig.



    TS-659 proII, FW 4.1.2 b0126
    Platte in freien Schacht 3 eingesetzt, NAS gestartet. HDD wird nach Hochfahren einwandfrei erkannt.
    SMART-Schnelltest läuft einwandfrei durch.
    Platte lässt sich als Einzeldisk formatieren, der Formatierungsvorgang dauert 12:21 Minuten.
    Übertragungstest (SMB):
    File/Grösse: 6GB .iso / 6GB .mkv / 22GB .mkv / 58GB Videoordner
    Schreiben: 104 / 104 / 105 / 105 MB/sec
    Lesen: 109 / 108 / 105 / 111 MB/sec
    Sehr gutes Ergebnis an der Single-Lane Leistungsgrenze dieser NAS.


    TS-251, FW 4.2.1 b20151224
    HDD hotplug-portiert als Datendisk aus der TS-659 proII, also im "Legacy"-Format.
    SMART-Schnelltest läuft einwandfrei durch.
    Übertragungstest (SMB):
    File/Grösse: 6GB .iso / 6GB .mkv / 22GB .mkv / 58GB Videoordner
    Schreiben: 109 / 108 / 108 / 109 MB/sec
    Lesen: 109 / 112 / 109 / 111 MB/sec
    Sehr gutes Ergebnis.

    Als Einzeldisk (Static Volume) formatiert, der Formatierungsvorgang dauert 16:18 Minuten.
    Übertragungstest (SMB):
    File/Grösse: 6GB .iso / 6GB .mkv / 22GB .mkv / 58GB Videoordner
    Schreiben: 97 / 100 / 94 / 95 MB/sec
    Lesen: 109 / 112 / 112 / 110 MB/sec
    Leseleistung sehr gut, Schreibleistung noch gut. Das dürfte dem SMB-Verwaltungsformat der 4.2.1 geschuldet sein.
    Möglicherweise bessert QNAP da noch nach, die Flexibilität kostet hier merklich Leistung. Oder für diese HDD müsste die FW 4.2.1 noch optimiert werden.



    TS-269pro mit UX-800P, FW 4.2.0 b20151023, Betrieb im Erweiterungsgehäuse
    HDD hotplug-portiert als Datendisk aus der TS-659 proII, also im "Legacy"-Format.
    SMART-Schnelltest läuft einwandfrei durch.
    Übertragungstest (SMB):
    File/Grösse: 6GB .iso / 6GB .mkv / 22GB .mkv / 58GB Videoordner
    Schreiben: 113 / 112 / 112 / 111 MB/sec
    Lesen: 109 / 112 / 112 / 112 MB/sec
    Top-Ergebnis an der Single-Lane Leistungsgrenze eines Gbit-Netzwerks.


    TS-870ultra, FW 4.1.4 b20150910
    HDD hotplug-portiert als Datendisk aus der TS-659 proII, also im "Legacy"-Format.
    SMART-Schnelltest läuft einwandfrei durch.
    Übertragungstest (SMB):
    File/Grösse: 6GB .iso / 6GB .mkv / 22GB .mkv / 58GB Videoordner
    Schreiben: 113 / 112 / 111 / 111 MB/sec
    Lesen: 111 / 110 / 112 / 112 MB/sec
    Top-Ergebnis an der Single-Lane Leistungsgrenze eines Gbit-Netzwerks.

    Als Einzeldisk (Static Volume) formatiert, der Formatierungsvorgang dauert 5:55 Minuten.
    Übertragungstest (SMB):
    File/Grösse: 6GB .iso / 6GB .mkv / 22GB .mkv / 58GB Videoordner
    Schreiben: 109 / 105 / 109 / 108 MB/sec
    Lesen: 109 / 111 / 112 / 112 MB/sec
    Sehr gutes Ergebnis.


    TS-870ultra, FW 4.2.0 b20160311
    HDD hotplug-portiert als Datendisk aus der TS-659 proII, also im "Legacy"-Format.
    SMART-Schnelltest läuft einwandfrei durch.
    Übertragungstest (SMB):
    File/Grösse: 6GB .iso / 6GB .mkv / 22GB .mkv / 58GB Videoordner
    Schreiben: 109 / 112 / 110 / 110 MB/sec
    Lesen: 109 / 108 / 111 / 111 MB/sec
    Sehr gutes Ergebnis.

    Als Einzeldisk (Static Volume) formatiert, der Formatierungsvorgang dauert 16:27 Minuten.
    Übertragungstest (SMB):
    File/Grösse: 6GB .iso / 6GB .mkv / 22GB .mkv / 58GB Videoordner
    Schreiben: 90 / 89 / 90 / 87 MB/sec (teils mit "ruckeligen" Unterbrechungen)
    Lesen: 108 / 109 / 110 / 110 MB/sec
    Leseleistung sehr gut, Schreibleistung mau. Das dürfte dem SMB-Verwaltungsformat der 4.2.0 geschuldet sein.
    Möglicherweise bessert QNAP da noch nach, die Flexibilität kostet hier merklich Leistung, auch ggü. der 4.1.4.
    Oder für diese HDD müsste die FW 4.2.0 noch optimiert werden.
    Auffällig auch die längere Formatierungszeit ggü. der Firmware 4.1.4.



    TAS-268, FW 4.2.0 b20160203
    Platte eingesetzt, NAS gestartet. HDD wird nach Hochfahren einwandfrei erkannt.
    Konfiguration als System-Einzeldisk, keine Migration eines NAS-fremden Formats möglich
    SMART-Schnelltest läuft einwandfrei durch.
    Übertragungstest (SMB):
    File/Grösse: 6GB .iso / 6GB .mkv / 22GB .mkv / 58GB Videoordner
    Schreiben 1: 45 / 45 / 46 / 45 MB/sec (Android Station aktiv)
    Schreiben 2: 70 / 70 / 69 / 68 MB/sec (Android Station nicht aktiv)
    Lesen 1: 62 / 59 / 65 / 63 MB/sec (Andriod Station aktiv)
    Lesen 2: 84 / 84 / 85 / 83 MB/sec (Androis Station nicht aktiv)
    Gutes Ergebnis. Hier ist zu beachten, dass die TAS-268 bei abgeschalteter Android-Station etwa in der Liga einer x19P+/x19PII spielt.
    Mit aktiver Android-Station (NAS nicht per HDMI verbunden, also Station im Leerlauf) wird Leistung verbraucht, die sich negativ auf die Datenübertragungsraten auswirkt, dies hat nichts mit diesem Plattentyp zu tun.



    Als externe Datendisk (in Orico 6628SUS3-C)
    Am PC NTFS-formatiert, eingesetzt in o.g. eSata/USB3 - Quickport an TS-870ultra FW 4.1.4 b20150910, angeschlossen an eSata des NAS.
    Das 22GB-Testfile wurde per SMB mit 113/115 MB/sec schreibend/lesend übertragen.
    Tadellos.



    Weitere Beobachtungen:

    Montierbarkeit:

    Für die vollständige Verschraubung dieser HDD sind die neueren QNAP-Rahmen mit ihren 6 Schraubenlöchern erforderlich:
    20160416104037.jpg
    Behelfsmässig ist natürlich auch eine Befestigung mit nur 2 Schrauben auf den älteren Trays möglich, aber in meinen Augen nicht ideal.
    QNAP bietet aktuelle Trays auch für viele ältere NAS-Modelle an: --> QNAP Shop
    Diese sind aber auch in zahlreichen anderen Online-Shops erhältlich.

    Formatierbarkeit:
    Zusätzlich zur Formatierung der Platte im leeren (=unpartionierten) und QNAP-vorformatierten Zustand wurde die Formatierbarkeit der HDD aus NTFS als Ursprungsformat auf das QNAP-Format auf allen o.g. NAS getestet.

    Auf der TS-870ultra FW 4.1.4 b20150910 konnte die in NFTS-formatierte HDD nicht als internes Static Volume der NAS reformatiert werden, der Vorgang brach mit einer Fehlermeldung ab. Allen anderen NAS führten die Formatierung einwandfrei durch, so dass dies eine Einschränkung der FW 4.1.4 SMB sein dürfte.


    Geräuschverhalten:
    Das im PC-Test bereits beobachtete Verhalten fand sich in den NAS-Gehäusen wieder. Die TS-119PII und TS-251 standen beim Test direkt auf meinem PC-Schreibtisch. Während die WD30EFRX in diesen Gehäusen in jedem Betriebzustand für mich nahezu unhörbar blieb, war das laute Knattergeräusch des Kopfes dieser WD80EFZX so deutlich vernehmbar, dass ich es als dauerhaft störend empfinde.

    In der TAS-268 zeigt sich, dank der Gummipuffer-Lagerung der HDD im Gehäuse, die Geräuschkulisse deutlich gedämpfter, aber immer noch deutlich wahrnehmbar.


    Testfazit:
    Die Platte kam in einwandfreiem Zustand bei mir an und hat nach diesen recht umfangreichen Tests nun auch bereits den kritischen Anfangszeitraum von etwa 100h problemlos überstanden.

    In allen getesteten NAS verlief die Inbetriebnahme einfach und reibungslos. Die Schreib-/Leseleistung wurde durchgängig durch die NAS-Hardware bzw. die jeweilige NAS-Firmware begrenzt, nicht durch die Fähigkeiten dieser HDD. Diese dürfte erst bei hohen Füllgraden an Grenzen kommen, die sich in der Übertragungsleistung bemerkbar machen.

    Stromverbrauch und Wärmeentwicklung bleiben bei dieser "grossen" HDD auf erfreulich niedrigem Level, hier punktet sie sicher gegen ihren direkten Mitbewerber, die Seagate NAS 8TB ST8000VN0002, die bereits auf dem Datenblatt mit deutlich höherem Energiebedarf daherkommt, der sich auch in mehr Abwärme niederschlagen dürfte.

    Die Eignung der Platte für den RAID-Betrieb dürfte ausser Frage stehen. Diesen habe ich nicht getestet, weil ich für diese Betriebsart keine eigene Verwendung habe. Für den Einzeldiskbetrieb bleibt aufgrund des wesentlich günstigeren Preises die Seagate Archive 8TB weiterhin meine persönliche 1. Wahl.

    Sehr schade finde ich die hohe Geräuschentwicklung dieser HDD, die sie bei vielen Usern zum Aufbau eines kompakten Mediaservers mit dennoch hoher Speicherkapazität für das Wohnzimmer mit HDMI-Anschluss an TV oder AVR disqualifizieren dürfte.

    Die Platte geht nun auf meinem Mainserver als Systemdisk (HDD1) in den Produktivbetrieb.


    GLG GBD
     
  3. GorillaBD

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    LANGZEITBEOBACHTUNGEN


    2016-04-24
    Die WD80EFZX wurde nun in meiner o.g. TS-870ultra FW 4.1.4 als Systemdisk (HDD1) in Betrieb genommen. Dazu wurde sie zunächst auf der TS-659 pro II als Legacy-HDD vorformatiert und dann in die 870 als HDD7 portiert.

    Dann die Daten von der aktuellen Systemdisk (Seagate Archive 8TB) per internem RTRR übertragen. 5,3TB Daten wurden so mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 138MB/sec kopiert. Anschliessend der Austausch in Schacht 1 vorgenommen.

    Mit ihrem aktuellen Füllgrad von nun 74% werden unverändert die hohen Datenübertragungsraten wie bei den obigen Messungen als leere Datendisk erreicht. Auch eine Testübertragung von 120GB am Stück lief ohne erkennbare Einbrüche durch. Damit verhält sich HDD, wie ich es von ihr erwartet habe - sehr gut.

    Ergebnisse interner Leistungstest des NAS-Speichermanagers:
    20160424084513.jpg
    20160424084543.jpg

    GLG GBD
     
  4. Bladekiller

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    Danke für den ausführlichen ersten Test,

    Nun eine Seagate ST8000AS0002 kostet zur Zeit 215.-€,...eine WD80EFZX schlägt mit 360€, also rund 67% Mehrkosten, zu Buche

    und die Platten sind für unterschiedliche Einsatzzwecke ausgelegt. Da geht für mich die schlechteren Performance absolut in Ordnung.
     
  5. GorillaBD

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    Nun, die wesentliche Stärke der WD Red dürfte die RAID-Fähigkeit sein.
    Dass die WD zunächstmal mit schlechteren Messwerten als die wesentlich billigere und mit SMR-Kompromissen behaftete Seagate daherkommt, ist schon auffällig und zumindest für mich unerwartet, die Zugriffszeiten streuen bei der WD ja auch noch deutlich breiter als bei der Seagate.

    Spannender als diese Grundfeststellung wird sein, wie sie sich im NAS-Alltagsbetrieb schlägt. Die PC-Teste dienen mir eher zur Prüfung, ob die HDD augenscheinlich in Ordnung ist und mehr soll das erste Testfazit auch noch nicht aussagen. Mit den NAS-Testen fange ich jetzt erst an.

    GLG GBD
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. April 2016
  6. Markus

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    Also .. ich würde mich ja zur Not für den NAS-Alltagstest zur Verfügung stellen - wenn ich mal vier von den Platten frei Haus bekäme :D
    Sehr guter Test, diese Platte wäre zukünftig in der Tat was für mein NAS!
     
  7. GorillaBD

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    Ich habe nun in Beitrag 2 erste Testergebnisse im NAS eingestellt.
    3 Maschinen kommen noch, dann auch das Fazit.

    Als Trend zeichnet sich ab, dass diese HDD sehr easy in der Handhabung und im Betrieb ist.

    GLG GBD
     
  8. Markus

    Markus Sehr aktives Mitglied

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    Erklär einem Neueinsteiger wie mir doch mal bitte was man sich unter "sehr easy in der Handhabung und im Betrieb" bei einer Festplatte vorstellen muss.
    Ich dachte immer Schacht auf, Platte(n) rein, formatieren, eventuell Raid anlagen und gut ist?
     
  9. Bladekiller

    Bladekiller QCD e.V. Mitarbeiter Administrator

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    Ich glaube er meint einen einsatz ohne Problem und Überraschungen.
     
  10. GorillaBD

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    Mein "Testbericht" dieser HDD ist nun vorläufig vollständig.
    Weitere Erfahrungen erfolgen dann zu gegebener Zeit im Beitrag 3 dieses Threads.

    Auf dem Radar ist noch ein Test in einer TAS-268 und als externe NTFS-HDD in einem Quickport an verschiedenen NAS.
    Hierzu informiere ich nochmals, wenn Beitrag 2 entsprechend ergänzt wurde.

    Edit:
    Quickport-Problem gelöst und USB3-Test am PC in Beitrag 1 nachgetragen

    GLG GBD
     
  11. GorillaBD

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    Updates:
    TAS-268 Datenübertragungstest (Beitrag #2)
    Kurztest als NTFS-Platte in externem Quickport (Beitrag #2)
    Geräuschverhalten in der TAS-268 (Beitrag #2)
    Erste Beobachtungen nach Inbetriebnahme als Systemdisk (Beitrag #3)
    Interner Leistungstest TS-870 (Beitrag #3)

    GLG GBD
     
  12. sensor76

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    Hallo und Gruß aus Berlin,
    Hier mal meine Frage zur WD Red 8 TB Harddisk (WDC WD80EFZX-68UW8N0)

    Warum steigt der S.M.A.R.T. Wert "C0" (Ausschaltabbrüche) exakt mit dem S.M.A.R.T. Wert "04" (Start/Stop Zyklen).

    Ich hatte die WD80EFZX am internen SATA Port eines ASUS Z170 Mainboards und in einer ICY BOX IB-366StU3+B 3.5.
    Die HDD wurde mit dem PC immer sauber herunter gefahren und im USB Gehäuse immer sauber abgemeldet
    (erst abgezogen, als die Spindel nicht mehr drehte). Trotzdem stieg der S.M.A.R.T. Wert "C0" an.

    [​IMG]
     
  13. sensor76

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    Zum Vergleich hier die Werte einer meiner WD Red 4 TB Harddisks:

    [​IMG]
     
  14. sensor76

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    Hier noch die Antwort vom WD Support:


    Für meine Begriffe ist das eher ein Fehler in der Firmware.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. September 2016
  15. Bladekiller

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    Moin sensor76,

    Meinem Wissensstand nach bedeutet aber der C0(192) C0 Power-off Retract Count die Anzahl der Entladungen der Schreib/Lese-Köpfe vom Medium, also das Stromlos machen der Platte. Würde mit Deinen Werten auch Sinn machen,...

    bei mir auch, da ich das Teil so gut wie nie abschalte. Dazu habe ich mir gerade mal meine 8TB angeschaut,... ist aber leider (für Dich) eine ST8000AS0002-1NAAR15
    sb8tb-1.jpg
    Die hat das von Dir gezeigte "Phänomen" "natürlich" nicht. Ansonsten habe ich auch nur reihenweise 4TB - Red's im Angebot was Dir leider nicht weiterhilft.



    der GorillaBD ist grad im Urlaub, so das du auf eine "Diagnose" ein paar Tage warten musst.


    Sorgen machen brauchst Du dir aber erst einmal nicht. Denn ersten's erscheint mir das als unkritisch und zweitens hast Du ja mit Sicherheit ein Backup :D
     
  16. GorillaBD

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    Hallo zusammen,

    nach meinem besten Wissen kann ich folgendes dazu sagen:

    Der Power-off-retract count beschreibt, wie oft der Schreib-Lesekopf von der Platte zurückgezogen wurde (unload), der Load-cycle count beschreibt, wie oft der Kopf der Platte zugeführt wurde (load). Üblicherweise sind die Werte der beiden Indikatoren daher gleich und der Vorgang bezieht sich auf die Parkposition der Köpfe.

    "Power-off" im retract count ist aber missverständlich, weil der Vorgang auch durch einen Standby der Festplatte ausgelöst werden kann, bei dem das Laufwerk weiter am Strom bleibt und nur der Plattenmotor abgeschaltet wird. Und auch, wenn aus anderen Gründen der Kopf geparkt wird, während der Motor weiterläuft.

    Soweit ist mit der WD RED 80EFRX von @sensor76 imho also alles in Ordnung.

    Meine 80EFRX haben C0 und C1 auch genau gleich, sind aber etwas höher als der 04 (Start-Stop count), der wiederum ist etwas höher als der 0C (Power-cycle count). Heisst, meine 80EFRX ist öfters mal in den Standby gegangen und auch ohne Standby gab es ein paar Kopfparkvorgänge. Hierbei laufen meine 80ERFX in einer TS-870 "ultra" NAS, bisher ohne jeden unsafe shutdown.


    Soweit, sogut. Wenn nun alle Hersteller mal die Indikatoren auf die gleiche Weise verwenden würden - das tun sie nicht, teilweise auch nicht wenigsten gleichartig für alle ihrer Plattenmodelle oder Firmwareversionen. WD ist da meist dem Standard am nächsten, Seagate ist berühmt für seine eigenen Süppchen und Fujitsu verwendet den C0 als Indikator für unsafe shutdowns.

    Die häufigste Abweichung vom Standard dürfte wohl sein, dass der Load und Unload der Platte nicht als zwei getrennte Werte, sondern als ein gemeinsamer Wert im C1 Load-Cycle Count gezählt wird. Der C0 wird dann entweder gar nicht oder für andere Vorgänge verwendet, beispielsweise dafür, dass der Kopf zwar zurückgezogen wurde, aber nicht in die Parkposition. Oder dass der Wert für einen unsafe shutdown verwendet wurde, s.o.

    Daher ist die SMART-Tabelle der Seagate von @Bladekiller viel eher wieder ein Beispiel, wo man jetzt rumrecherchieren muss, was Seagte sich da hat einfallen lassen, um den Wert interpretieren zu können. :rolleyes:

    GLG GBD
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. September 2016
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